Ministerpräsident Stephan Weil und der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Deniz Kurku wünschen allen Jüdinnen und Juden ein friedliches und hoffnungsvolles Pessachfest

Zum diesjährigen Pessachfest, das vom Abend des 22. bis zum Abend des 30. April gefeiert wird, wünschen Ministerpräsident Stephan Weil und der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku, allen Jüdinnen und Juden Zuversicht und Frieden.

Grußwort zum Pessachfest von Deniz Kurku, Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe

Ministerpräsident, Stephan Weil: „Frieden und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit. Das ruft uns das Pessachfest mit der Geschichte vom Auszug aus Ägypten in Erinnerung, aber gerade auch die aktuelle Lage. Mit großer Sorge blicken wir auf die Angriffe auf Israel und die Entwicklungen im Nahen Osten. Zudem erleben wir leider in Deutschland und Niedersachsen zunehmend antisemitische Anfeindungen, Attacken und auch Anschläge auf Synagogen, wie zuletzt in Oldenburg. Das ist erschütternd und wir werden mit allen Mitteln dagegen vorgehen. Ermutigend ist, dass es bei uns eine große Solidarität aus der breiten demokratischen Gesellschaft und von Menschen aller Glaubensrichtungen gibt, die ein klares Signal sendet: Wir möchten, dass Jüdinnen und Juden sicher und ohne Angst in Niedersachsen leben können und werden uns jeglicher Form von Antisemitismus entschlossen entgegenstellen. Ich wünsche allen Jüdinnen und Juden bei uns in Niedersachsen ein friedliches und zuversichtliches Pessachfest im Kreis ihrer Familien und Gemeinden.“

Das achttägige Pessachfest wird durch den Seder-Abend eingeläutet, an dem die Familien zu einem Abendmahl nach festem Ablauf mit symbolischen Speisen, Gebeten sowie Geschichten und Liedern zusammenkommen. Einerseits gedenken sie des Elends des jüdischen Volkes während der ägyptischen Sklaverei, andererseits und vor allem aber ist Pessach ein Fest der Freude, das den Auszug aus Ägypten und die gewonnene Freiheit feiert.

„Die Pessach-Geschichte zeigt eindrücklich, dass es sich lohnt, Vertrauen zu haben und den Glauben an Freiheit und ein menschenwürdiges Leben nicht aufzugeben“, so der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku. „Pessach heißt, für die Freiheit sehr viele Mühen auf sich zu nehmen. Vor dem Hintergrund, dass Jüdinnen und Juden auch hier bei uns zunehmende antisemitische Gewalt und  Anfeindungen erleben, stehen wir alle in der Verantwortung, uns dem entgegenzustellen. Von Herzen wünsche ich allen Jüdinnen und Juden ein Kraft und Hoffnung spendendes Pessachfest 2024!“

Hintergrund

Das Pessachfest ist eines der drei wichtigen Wallfahrtsfeste, das im jüdischen Frühlingsmonat Nissan gefeiert und mit dem ersten Frühjahrsvollmond eingeleitet wird. Es erinnert an den Auszug aus Ägypten und die Flucht aus Unterdrückung und Sklaverei. Das symbolreiche Pessach-Fest gilt damit auch als das Fest der Freiheit. Die ungesäuerten Speisen stehen dabei für die Hast der Israeliten beim Verlassen Ägyptens. Sie hatten keine Zeit, das Brot wie üblich durchsäuern zu lassen, sodass lediglich Mehl und Wasser vermengt wurden. Pessach wird aus diesem Grund auch als das Fest der ungesäuerten Brote bezeichnet.

Am Vorabend des Festes wird der so genannte Seder-Abend gefeiert. Er ist der Beginn der Feierlichkeiten. In einer langen, genau vorgeschriebenen Prozedur – daher auch die Bezeichnung „Seder” (Deutsch: Ordnung) – werden Texte über die Gefangenschaft und den Auszug vorgelesen.

 

Diese Pressemitteilung im Pdf-Format.

Skip to content