Die Heimatstube in Delmenhorst wurde im Jahr 1962 gegründet und hat seitdem eine bewegte Geschichte hinter sich: Mehrmals musste sie die Räumlichkeiten wechseln.
Herrn Dr. Norbert Bose sowie allen Fraktionen im Stadtrat Delmenhorst ist es zu verdanken, dass die Heimatsstube in den jetzigen Räumen in der Luisenstr. 8 die Möglichkeit zur Ausstellung erhält.
Die Heimatsammlung besteht aus eigenen Ausstellungsstücken sowie aus Leihgaben, in den letzten Jahren kamen noch Exponate aus der aufgelösten Stube in Bad Zwischenahn dazu. Denn auch wenn die Heimatsammlungen ein interessantes Stück deutscher Geschichte darstellen und früher gefragter Versammlungsort der Heimatvertriebenen waren, so ist ihr Erhalt und ihr Fortbestand heute stark gefährdet.
Der Erhalt der Niedersächsischen Heimatsstuben ist für Deniz Kurku jedoch ein ganz besonderes Anliegen. Für ihn erzählen die Stuben nicht nur Heimatvertriebenengeschichte, sondern sind selbst ein Stück Stadt- und Kreisgeschichte. Aus diesem Grund besuchte Kurku seit seinem Amtsantritt als Beauftragter zahlreiche Stuben in ganz Niedersachsen und versucht den Erhalt der Sammlungen sicherzustellen. Zu seinen Tätigkeiten gehört hier vor allem die Vernetzung mit anderen Akteurinnen und Akteuren.
Besonders freute sich Deniz Kurku, dass er nun die Heimatsammlung in seinem Heimatstadt Delmenhorst besuchen konnte. Er war beeindruckt von den dort gezeigten Exponaten und dankte Herrn Behnisch und den anderen beteiligten Personen für ihren Einsatz.
Der Beauftragte würde sich wünschen, dass gerade auch jüngere Menschen diesen Teil der Geschichte wieder entdecken und sich dafür interessieren – nicht zuletzt, weil die Geschichte der Heimatvertriebenen durchaus Parallelen zur Gegenwart aufweist.
Hierzu ist es jedoch nötig, dass die Heimatstuben eine Transformation durchleben und sich vom bloßen Erinnerungsort zu Museen wandeln. Den Erhalt und die Weiterentwicklung der Stuben der Landesbeauftragte auch zukünftig begleiten und unterstützen.





