
eine Initiative des Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe
Wer sind eigentlich die Heimatvertriebenen? Welche Spuren haben sie in deinem Ort in Niedersachsen hinterlassen? Was sagen Dir Schlesien, Pommern oder Ostpreußen?
Lust auf einen Wettbewerb?
Dann laden wir Dich ein, einen kleinen Film mit Deinem Smartphone zu drehen, der sich mit der Geschichte der Heimatvertriebenen in Niedersachsen auseinandersetzt. Zeig uns, was Du über diesen Teil deutscher Geschichte herausgefunden hast.
Deine kreativen Ideen und persönlichen Erkenntnisse und Gedanken interessieren uns (nicht, ob die Filme professionell gedreht wurden).
Wer kann mitmachen?
Alle Jugendlichen zwischen 10 und 20 Jahren sind eingeladen, mitzumachen und einen Film einzureichen. Eine Teilnahme ist als Einzelperson oder als Gruppe möglich.
Deinen Wohnsitz musst Du in Niedersachsen haben.
Klar gibt es was zu gewinnen!
Die drei besten Videos werden ausgezeichnet. Ihnen winken jeweils 300 Euro als Preisgeld. Eine unabhängige Jury wählt die besten Filme aus, die bei einer Abschlussveranstaltung am 8. April 2026 auf Leinwand und vor Publikum gezeigt werden. Und nicht nur irgendwo, sondern im Niedersächsischen Landtag in Hannover.
Mitmachen lohnt mal richtig! Den 3 Gewinnervideos winken je 300 Euro Preisgeld!
Einsendeschluss ist der 15. März 2026!
Dein kreativer Film über Heimatvertriebene sollte nicht länger als 5 Minuten lang sein. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Moment mal! Heimatvertriebene? Wer sind die eigentlich?
Die Heimatvertriebenen sind ein wichtiger Teil deutscher Geschichte. Millionen Menschen mussten nach dem Zweiten Weltkrieg fliehen oder wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Sie kamen aus den ehemals deutschen Gebieten im Osten Europas und fanden in der neugegründeten Bundesrepublik eine neue Heimat. Allein nach Niedersachsen kamen etwa 1,8 Millionen Menschen - ein Viertel der damaligen Bevölkerung!
Wie packe ich es an?
In Deinem Film sind Dir keine Grenzen gesetzt, Dich kreativ mit den Heimatvertriebenen zu beschäftigen. Mach Dir ein paar Gedanken, schmiede Ideen und dann schnapp Dir Dein Smartphone und leg los.
Du könntest zum Beispiel
- Interviews oder Gespräche mit Familienangehörigen oder anderen Bekannten führen
- in Deinem Umfeld oder in Wohnsiedlungen Deines Ortes auf Spurensuche gehen
- Geschichten über Orte, Erinnerungen, Rezepte oder besondere Gegenstände erzählen
- oder auch Zusammenhänge zwischen dem Schicksal der Heimatvertriebenen damals und heutigen Formen, Ursachen und Folgen von Zwangsmigration aufzeigen.
Stelle gerne auch einen Bezug zur Gegenwart in Deinem Video her.
Was ist Formelles zu beachten? Wie läuft die Einsendung?
Hast Du Deinen fünf-minütigen Film gedreht und fertiggestellt, ist das Wichtigste schon geschafft. Glückwunsch soweit! Jetzt musst Du ihn uns nur noch bis spätestens 15. März 2026 zusenden.
Aber halt, ein Moment noch! Es gibt noch zwei wichtige formelle Dinge zu beachten:
Wenn Du für dein Video Personen aufnimmst oder sie interviewst, benötigst du von jeder eine schriftliche Einwilligung, dass sie mit der Verarbeitung auch einverstanden ist. Am besten lädst du dafür dieses Formular herunter und nimmst es zum Dreh gleich mit. Dann kannst du es von den Personen ausfüllen und unterschreiben. Das geht schnell und einfach. Wie gesagt: je gezeigter Person ein Formular.
Eine weitere Einverständniserklärung brauchst du, wenn Du noch keine 18 Jahre alt bist. Auch hier gilt: Lade das Formular herunter und lass es von einem Elternteil oder einer sorgeberechtigten Person ausfüllen und unterschreiben. Das geht handschriftlich ebenso wie digital. Wie Du uns das alles zusendest, erfährst Du im
Und dann? Ganz einfach!
Wo gibt's mehr Infos?
Je nach dem, welche Ideen du hast, könntest du erst mal die Menschen um dich rum befragen: deine Familie, deine Bekannten oder auch deine Geschichtslehrerin oder dein Geschichtslehrer.
Heimatmuseum oder Heimatsammlung gibt’s in vielen Orten in Niedersachsen, vielleicht auch in Deinem? Hier haben Heimatvertriebene viele Sachen aufbewahrt, die spannende Geschichten über ihre einstige Heimat, ihre Vertreibung und ihr Leben in Niedersachsen erzählen.
Natürlich gibt’s eine Menge Informationen zum Thema im Netz, zum Beispiel…
- beim Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
- „Vertriebene in Deutschland, früher und heute“ (Digitalportal des BdV Hessen)
- bei der Bundeszentrale für politische Bildung
- Bund der Vertriebenen (BdV)
- Dokumentation der Heimatsammlungen in Deutschland (BKGE).
Michael Eibl erzählt in seinem Film „30 Kilo Heimat“ von seiner Oma Christl und zeichnet ihre Spuren aus dem Sudentenland nach. Eine solche Qualität der Filmproduktion erwarten wir natürlich gar nicht. Aber vielleicht dient Euch der Trailer zu diesem tollen Film ja ein wenig als Inspiration.
Dieser Wettbewerb ist eine Initiative von Deniz Kurku. Er ist Niedersächsischer Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe.
Der Wettbewerb wird inhaltlich unterstützt von:
Liebe Lehrerinnen und Lehrer!
Sofern Sie in Ihrem Geschichtsunterricht Flucht und Vertreibung im Zusammenhang mit dem Thema Heimatvertriebene behandeln, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie die Schülerinnen und Schüler auf den Videowettbewerb als außerschulische Initiative hinweisen oder sogar zu einer Teilnahme motivieren. Dazu versenden wir auch Poster zur Bekanntmachung an Niedersächsische Schulen.
Gerne machen wir Sie auf die Unterrichtsmaterialien aufmerksam, welche das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung hier bereitstellt.
Bei Fragen zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Haben Sie vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Einsendeschluss 15. März 2026
noch Fragen?
migrationsbeauftragter@stk.niedersachsen.de oder 0511 120-6801 oder 0511 120-6804
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